Traumatherapie

„Trauma übersteigt häufig das menschliche Verstehen.“

Ellert Nijenhuis Traumatherapie – Ihren eigenen Weg finden

Die Symptome von Traumafolgestörungen sind äußerst vielfältig und überschneiden sich zum Teil mit anderen psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen. Dies erschwert häufig eine eindeutige Diagnose und die Wahl einer passenden Behandlung. Nicht selten entstehen dadurch Gefühle von Hoffnungslosigkeit, Scham oder Handlungsunfähigkeit – Gedanken wie „Mir kann sowieso niemand helfen“ oder „Ich bekomme das einfach nicht hin“ sind vielen Betroffenen vertraut.

 

Vielleicht kennen Sie die oben beschriebenen Gefühle oder erleben ganz andere Auswirkungen belastender Erfahrungen. Es gibt immer gute Gründe dafür, warum wir fühlen, denken und handeln, wie wir es im jeweiligen Moment tun. Oft liegen diese Gründe im Verborgenen und machen sich beispielsweise über körperliche Beschwerden, starke emotionale Reaktionen oder Schwierigkeiten im Alltag bemerkbar. Hinter ihnen können Erfahrungen stehen, die uns überwältigt und mit Gefühlen von Hilflosigkeit, Ohnmacht oder tiefer Verunsicherung zurückgelassen haben.

 

Man kann sich ein Trauma wie eine Wunde vorstellen, die noch nicht vollständig verheilt ist und weiterhin Aufmerksamkeit und Fürsorge benötigt. Genauso wie nach einer tiefen Verletzung eine Narbe zurückbleiben kann, lassen sich traumatische Erfahrungen nicht einfach „wegtherapieren“. Sie können jedoch verarbeitet und in die eigene Lebensgeschichte integriert werden, sodass sie nicht länger das gesamte Leben bestimmen müssen.

Was können die Folgen von Trauma sein?

Fühlen Sie sich oft fremd im eigenen Leben, leiden unter Erinnerungslücken, tiefem Alleinsein oder belastenden Gedanken an die Vergangenheit? Solche Empfindungen können Hinweise auf unverarbeitete Traumata sein, deren Zusammenhänge oft nicht direkt erkennbar sind.

Zu den vielfältigen Symptomen zählen unter anderem:

  • Ängste, Depressionen, Panikattacken oder Essstörungen

  • Schlafstörungen, Flashbacks oder soziale Rückzugstendenzen

  • Bindungsängste, körperliche Schmerzen oder Fremdheitsgefühle

Wenn Sie sich in diesen Punkten wiederfinden, kann es hilfreich sein, die Symptome als Wegweiser zu betrachten und diese behutsam aufzuarbeiten.

„Du kannst es nicht allein tun. Und keine/r kann es an deiner Stelle tun.“ (Peter Levine)

 

Traumatische Erfahrungen können unser Erleben, Denken, Fühlen und Handeln nachhaltig beeinflussen. Viele Menschen entwickeln Strategien, die ihnen geholfen haben, schwierige Situationen zu überstehen. Was einst notwendig war, kann jedoch später zu Belastungen im Alltag, in Beziehungen oder im Umgang mit sich selbst führen.

In der Therapie geht es zunächst darum, gemeinsam zu verstehen, wie sich diese Erfahrungen heute auswirken. Dabei entwickeln wir Möglichkeiten, Belastungen besser zu regulieren, Orientierung zu gewinnen und den eigenen Handlungsspielraum zu erweitern.

Im weiteren Verlauf können traumatische Erfahrungen behutsam bearbeitet und die unterschiedlichen Seiten des eigenen Erlebens besser miteinander verbunden werden. Ziel ist nicht, Vergangenes ungeschehen zu machen, sondern einen neuen Umgang mit der eigenen Geschichte zu entwickeln und mehr Freiheit im gegenwärtigen Leben zu gewinnen.

Traumatherapie ist ein individueller Prozess. Tempo, Schwerpunkte und Methoden richten sich dabei nach Ihren persönlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten

Was ist wichtig für die Arbeit an einem Trauma?

birch forest in sunny afternoon while autumn season.
FAQ

Häufige Fragen zu Trauma

Warum reagiere ich manchmal anders, als ich es eigentlich möchte?

Viele Menschen erleben, dass sie in bestimmten Situationen auf eine Weise reagieren, die sie selbst nicht verstehen. Sie ziehen sich zurück, werden plötzlich sehr angespannt, fühlen sich wie gelähmt oder handeln entgegen ihren eigentlichen Absichten. Traumatische Erfahrungen können dazu führen, dass bestimmte Reaktionsmuster entstehen, die ursprünglich dem Überleben dienten. In der Therapie geht es darum, diese Muster besser zu verstehen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Zwischen dem Wissen und dem Erleben kann ein großer Unterschied bestehen. Viele Menschen wissen rational, dass sie heute in Sicherheit sind, erleben ihren Körper oder ihre Gefühle jedoch weiterhin so, als bestünde die Gefahr noch immer. Traumatherapie kann dabei unterstützen, Vergangenheit und Gegenwart besser voneinander zu unterscheiden und die Gegenwart wieder als Gegenwart zu erleben.

Dissoziation ist eine Fähigkeit des Menschen, sich von überwältigenden Erfahrungen zu distanzieren. Sie kann helfen, Situationen zu überstehen, die als bedrohlich, schmerzhaft oder ausweglos erlebt werden.

 

Dissoziative Erfahrungen können sehr unterschiedlich aussehen. Manche Menschen berichten von Erinnerungslücken, dem Gefühl, neben sich zu stehen oder sich selbst fremd zu sein. Andere erleben innere Konflikte, starke Stimmungsschwankungen oder das Gefühl, unterschiedliche Seiten in sich zu tragen, die unterschiedliche Bedürfnisse, Gefühle oder Sichtweisen haben.

 

Dissoziation ist kein Zeichen von „Verrücktheit“. Vielmehr handelt es sich um eine nachvollziehbare Anpassungsleistung des menschlichen Organismus an außergewöhnliche Belastungen. In der Traumatherapie geht es nicht darum, diese Erfahrungen zu bekämpfen, sondern sie besser zu verstehen und schrittweise mehr innere Zusammenarbeit und Orientierung zu entwickeln.

Die DIS wird heute als eine mögliche Folge schwerer und meist langandauernder traumatischer Erfahrungen in der Kindheit verstanden. Dissoziation kann dabei helfen, überwältigende Erfahrungen zu überstehen. Was ursprünglich dem Schutz dient, kann später jedoch zu erheblichen Belastungen führen.

Viele Menschen kennen innere Konflikte. Ein Teil möchte Nähe, ein anderer zieht sich zurück. Ein Teil möchte Veränderungen wagen, während ein anderer große Angst davor hat. Nach belastenden oder traumatischen Erfahrungen können solche inneren Widersprüche besonders ausgeprägt sein.

Aus traumatherapeutischer Sicht handelt es sich dabei nicht um einen Fehler oder eine Schwäche. Vielmehr können unterschiedliche innere Zustände entstanden sein, die jeweils wichtige Aufgaben übernommen haben. Manche Anteile versuchen, den Alltag zu bewältigen, während andere belastende Erfahrungen, Gefühle oder Erinnerungen tragen.

In der Therapie geht es darum, diese unterschiedlichen Seiten besser kennenzulernen, ihre Funktionen zu verstehen und schrittweise mehr Zusammenarbeit zwischen ihnen zu ermöglichen. Ziel ist nicht, einen Teil zu bekämpfen oder loszuwerden, sondern ein besseres Verständnis für das eigene innere Erleben zu entwickeln.

Warum reicht Verstehen allein manchmal nicht aus?

Viele Menschen haben sich bereits intensiv mit ihren Problemen auseinandergesetzt. Sie wissen oft genau, warum sie bestimmte Ängste, Schwierigkeiten oder Verhaltensmuster entwickelt haben. Trotzdem erleben sie, dass sich im Alltag wenig verändert.

 

Traumatische Erfahrungen betreffen nicht nur unser Denken. Sie können sich auch auf körperliche Reaktionen, Gefühle, Wahrnehmungen und automatische Handlungsmuster auswirken. Deshalb genügt es häufig nicht, etwas nur gedanklich zu verstehen.

 

Traumatherapie verbindet Verstehen mit neuen Erfahrungen. Ziel ist es, nicht nur neue Einsichten zu gewinnen, sondern auch neue Möglichkeiten des Erlebens, Fühlens und Handelns zu entwickeln. So kann Veränderung nicht nur im Kopf stattfinden, sondern auch im Alltag spürbar werden.

Viele traumatisierte Menschen leisten täglich einen hohen inneren Aufwand, um Gefühle, Erinnerungen, Körperreaktionen oder innere Konflikte zu regulieren. Diese permanente Anstrengung bleibt von außen oft unsichtbar, kann aber viel Energie kosten. Das Verständnis dieser Zusammenhänge ist häufig ein wichtiger erster Schritt zu mehr Selbstfürsorge.

Manche Menschen erleben Phasen, in denen sie sich von sich selbst, ihrem Körper oder ihrer Umgebung abgeschnitten fühlen. Die Welt wirkt dann unwirklich, weit entfernt oder wie hinter einer Glasscheibe. Solche Erfahrungen können im Zusammenhang mit Dissoziation stehen. In der Traumatherapie geht es unter anderem darum, die Verbindung zur Gegenwart wieder zu stärken.

Dissoziation kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Manche Menschen erleben Erinnerungslücken, andere fühlen sich zeitweise wie neben sich stehend oder erleben ihre Umgebung als unwirklich. Manche berichten auch von starken inneren Konflikten oder dem Gefühl, verschiedene Seiten in sich zu haben, die unterschiedlich denken, fühlen oder handeln.

Ja. Integration bedeutet nicht, traumatische Erfahrungen zu akzeptieren oder zu rechtfertigen. Es bedeutet vielmehr, dass diese Erfahrungen ihren Platz in der eigenen Lebensgeschichte finden können, ohne das gegenwärtige Leben dauerhaft bestimmen zu müssen.

ERFAHRUNGEN

Klient*innen über die gemeinsame Arbeit

Frau Kraehe ist eine sehr emphatische Therapeutin und strahlt eine Ruhe aus, die mir schnell das Gefühl der Sicherheit vermittelt hat. Sie ist eine sehr gute und aktive Zuhörerin und begleitet mich gleichzeitig durch ihre Fragen und Denkanstöße sehr gut durch meinen eigenen Prozess. In ihrer Praxis habe ich einen Raum gefunden in dem ich loslassen kann, gehalten werde und Energie tanken kann.

Lena Loo

Ich bin froh, Frau Kraehe gefunden zu haben. Nach einigen nicht so guten Erfahrungen in anderen Erstgesprächen habe ich mich bei ihr sofort wohl und vor allem ernst genommen gefühlt. Auch die Kontaktaufnahme war total einfach, was sonst häufig nicht der Fall ist!

J. Wolf

Huhu, also ich bin sehr begeistert nach dem ersten persönlichen Treffen mit Frau Kraehe. Bereits am Telefon hatte ich einen tollen ersten Eindruck und dieser hat sich dann auch bestätigt. Sie ist sehr ruhig, zuvorkommend und bemerkenswert empathisch was mir sehr wichtig war. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Stunde!

Lisanne Aust

Ich habe durchweg positive Erfahrungen mit Frau Kraehe gesammelt. Danke für die Hilfestellungen! Frau Kraehe hat mit ihrer empathischen Art dafür gesorgt, dass ich mich sehr wohl gefühlt habe.

Isabel Bartl

Die Kontaktaufnahme verlief unkompliziert und schnell - nicht selbstverständlich in Berlin. Nach einem wunderbaren Erstgespräch war ich sicher: hier bin ich gut aufgehoben. Bei Frau Kraehe fühle ich mich sicher und gewertschätzt. Ich kann hier eine wärmendste Empfehlung abgeben.

Julia Kaumanns
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Trauma ist mehr als eine Erinnerung – es beeinflusst, wie wir in der Gegenwart leben

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